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Kanalbündelung einfach erklärt

von Steffen Schmid

Kanalbündelung schafft eine virtuelle Hochgeschwindigkeitsanbindung, basierend auf einer Anzahl von einzelnen physischen Verbindungen. Dies bedeutet, dass alle verfügbaren Internet-Verbindungen miteinander kombiniert werden, um eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zu bilden, welche die Summe aller einzelnen Bandbreiten entweder für eine einzige Anwendung oder für mehrere Anwendungen gleichzeitig bereitstellt.

Der Vorteil einer gebündelten Internetanbindung ist, dass selbst bei Abbruch einer Anbindung oder einer Verschlechterung der Qualität, der Router automatisch eventuell verloren gegangene Datenpakete über eine andere Verbindung überträgt.

Kanabündelung

Der Datenstrom vom Netzwerk wird vom Multichannel VPN Router verschlüsselt und auf die Internetanschlüsse (hier: 2x DSL, 1x UMTS) verteilt. Die verschlüsselten Daten passieren aufgeteilt die Netze der verwendeten Internetanbieter und erreichen den Multichannel VPN Hub im Rechenzentrum. Dieser entschlüsselt den Datenstrom und setzt ihn wieder korrekt zusammen. Anschließend wird der Datenstrom zum eigentlichen Ziel im Internet weitergeleitet. Ebenso wird in der Gegenrichtung verfahren - hier übernimmt der VPN Hub die Verschlüsselung, der VPN Router die Entschlüsselung.

Die Besonderheit der Kanalbündelung ist, dass im Gegensatz zum Load Balancing eine vollständige Verteilung stattfinden kann.

Beim Load Balacing werden nach einem bestimmten Algorithmus die Datenströme auf verschiedene Leitungen aufgeteilt. Allerdings steht dabei jedem Datenstrom (z.B. einem Download) maximal die Bandbreite zur Verfügung, die die für diesen Datenstrom verwendete Leitung maximal erreicht.

Bei der Kanalbündelung hingegen werden alle Paket aller Datenströme auf alle verfügbaren Leitungen aufgeteilt. Der Nachteil dieses Prinzips ist die Notwendigkeit einer entsprechenden Bündlungshardware auf beiden Seiten des Datenstroms.
Dies stellt bei Punkt-zu-Punkt VPN-Verbindungen kein Problem dar, da sowieso ein entsprechender VPN-Router auf beiden Seiten benötigt wird.

Um nun allerdings mehrere Leitung zu bündeln um eine schnellere Internetverbindung zu gewährleisten, stellt man in der Regel ein so genanntes Hub in ein Rechenzentrum mit sehr schneller Internetanbindung und eine Node mit etlichen Internetverbindungen an den Einsatzstandort. Dies ist bei allen Arten der heutigen Kanalbündelung, also z.B. auch Telekom Hybrid-Anschlüssen, erforderlich.
Der Grund dafür liegt im IP-Protokoll. Jeder einzelne Anschluss hat eine eigene IP-Adresse. Wenn nun über diesen Anschluss eine Datenverbindung zu einem Server aufgebaut wird, schickt dieser seine Antwort (im Falle eines Downloads also die Datei) an genau diese IP-Adresse zurück. Deshalb kann für einen Datenstrom auch nur eine Leitung verwendet werdet.
Das s.g. Hub hingegen kennt alle IP-Adressen der gebündelten Leitungen und deren maximaler Datendurchsatz. Entsprechend teilt er alle Datenströme in einzelne Pakete auf und kann diese über einen vom Hub gewählten dynamischen Verteilungsschlüssel auf alle Leitungen aufteilen.

 

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